Wooden Peak – Live

28
Nov 2013
Thursday

WOODEN PEAK ist ein Zweimannorchester, das stetig die eigenen Grenzen auslotet. Zu diesem
ehrgeizigen Programm gehört auch, möglichst alles live zu spielen, was als Duo möglich ist. Im
Fall des aktuellen Albums eine besondere Herausforderung: „Polar“ ist ein filmisch anmutendes
Spektakel aus Gitarre, Schlagzeug und Stimme, zum Leben erweckt von digitalen Begleitern wie
Fußorgel und Elektronik. Sebastian Bode und Jonas Wolter schaffen es mühelos, ihr Duo zum
Orchester aufzublasen, kochen Stimmungen hoch, die sie erschaffen haben, lassen aufatmen und
nehmen mit. Kein Platz für Beiläufigkeit.

Zwar sind WOODEN PEAK nicht bis zur Arktis gegangen, um ihr mittlerweile drittes Album zu
produzieren, haben dabei aber doch einiges an Strecke zurückgelegt. Aus einem Wald in
Ostvorpommen nach Leipzig übergesiedelt, haben sie eine Probenphase im Meißener Hochland
eingelegt, um dort eingeschneit bei Ofenwärme erste Songskizzen und Demos zu erstellen.
Außerdem ging es immer wieder mit dem Handrekorder raus, um Samples aufzunehmen, im
Studio zu verfremden, neu zusammenzusetzen und wieder zu löschen.

Mit Sounds aus einem freiliegenden Stück der nordeuropäischen Erdgasleitung hat es so auch ein
Stück Sibirien auf „Polar“ geschafft. Seinen Feinschliff erhielt das Album allerdings in Leipzig-
Leutzsch. Aufnahmen im trockenen Studioraum treffen auf die hallenden Flure eines Gewerbehofs
und Atmosphäre der Industriebrache eines versteckten Stücks Leipzig. Geschichtenfragmente
treffen mit überspitzten Zeitungsstories auf sich entwickelnde Utopien, in denen alle
Ungereimtheiten mit einer Partie Ping Pong geklärt werden.

Sebastian Bode [Schlagzeug | Elektronik | Gesang] und Jonas Wolter [Gitarre | Fußorgel |Gesang]
sind Sound-Tüftler und haben sich für Polar erstmals befreundete Musiker eingeladen. So kommen
Gäste an Posaune, Klarinette, Bass und Tasten zu Gehör. Die Tonmischnung von Stefan Streck
a.k.a. „The Micronaut“ verleiht dem Sound mehr Extrovertiertheit als bei den Vorgängeralben. Das
abschließende, analoge Mastering von Holger Krzywon, Restgeräusch-Studios, schafft Druck und
Luftigkeit zugleich.

„Polar“ lädt zum Repeat-Hören ein. Ein Album, das unverschleiert hell und klar Momente erzeugt,
die einzigartig sind. Bode und Wolter lassen Platz für die Musik.

Eintritt: 7€

Wooden Peak im Web:
http://woodenpeak.de
http://facebook.com/woodenpeakofficial

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